Martin Puntigam: Einführung in die postmoderne Wirtschaftstheorie

2. Mai 2015 17:50
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Der österreichische Kabarettist Martin Puntigam gibt in diesem Ausschnitt aus seinem Programm „Atomic Wedgie“ eine bitterböse Einführung in das heutige Wirtschafts- und Sozialsystem. Er nimmt Phrasen aus verschiedenen Denkrichtungen wie „too big to fail“, „Verteilkampf“ oder „Befreiung Einzelner durch die Befreiung Aller“ ins Visier und zeigt, dass bereits die alten Römer die Grundprinzipien moderner Gesellschaftssysteme verstanden haben: „Wenn Du Frieden willst, rüste für den Krieg“. Der Kabarettist erläutert, wieso die Polizei aus Kosten-/Nutzen-Aspekten heraus die Gewalthoheit in sozialen Brennpunkten aufgeben MUSS, und wie sich die Sozialstrukturen auf diese veränderten Umstände anpassen werden.

Puntigams Ansicht nach ist es kein Naturgesetz, dass nach schlimmen Zeiten wieder bessere Zeiten folgen. Stattdessen zeichnet er ein geradezu apokalyptisches Zukunftsszenario. Viele Zuschauer werden sich bei diesen ironisch überzeichneten Ausführungen selbst beim Gedanken „Naja, so schlimm wird es schon nicht kommen“ ertappen – bis Martin Puntigam am Beispiel der Forbes-Liste der weltweit reichsten Menschen aufzeigt, dass genau diese Zukunft bereits begonnen hat.

Martin Puntigams Porträt

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