Josef Hader über gemäßigte Diktatur

9. Juni 2015 23:28
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Dieser Auftritt des österreichischen Kabarettisten Josef Hader entstand im Rahmen der Bühnenshow „Lukas Resetarits & Friends“.

Hader leitet seinen Vortrag mit der offensichtlichen geistigen Verwirrung des Stratosphärenspringers Felix Baumgartner ein, der sich bekanntlich kurz nach seinem Rekordsprung eine gemäßigte Diktatur als Staatsform wünschte. Daraus leitet Hader eine blumige Beschreibung der Beschäftigungspolitik im Dritten Reich ab, was ihn auch gleich direkt zur „gemäßigten Demokratie“ in den 70er Jahren unter Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky bringt.

Josef Hader erklärt, weshalb die Neutronenbombe aus wirtschaftlicher Sicht komplett unsinnig, die Atombombe hingegen ökonomisch wünschenswert sei. Letztere läßt beispielsweise die Arbeitslosenzahlen dramatisch sinken (der eine Teil ist eh tot, der andere Teil muss aufräumen), und belastet (aufgrund der zu erwartenden hohen Krebsrate) natürlich auch nicht die Pensionskassen. Die Atombombe ist quasi der Jungbrunnen für die Wirtschaft.

Dieses doch sehr zynische Thema verbindet Josef Hader direkt mit Amerika, bzw. den intelligenten Waffensystemen der USA – die deutlich gescheiter sind als so mancher US-Präsident. Hader erklärt anschaulich die Arbeit der Geheimdienste, was er nahtlos mit dem Thema „Vandalismus als Rezept zur Ankurbelung der Volkswirtschaft“ verknüpft.

Zum Schluss macht Hader dann noch einen kurzen Abstecher in die Schöpfungsgeschichte und zeichnet ein sehr menschliches Bild von Gott, als dem ersten Vandalen und gemäßigten Diktator der Weltgeschichte.

zum Porträt von Josef Hader

 

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