Jochen Malmsheimer über das Wurstbrot

18. Mai 2015 22:16
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Mit diesem Auftritt in der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“ räumt der Bochumer Kabarettist Jochen Malmsheimer mit dem Vorurteil auf, dass früher alles besser war. Am Beispiel des traditionell zubereiteten Wurstbrots verdeutlicht er, dass „früher vielleicht manches früher war“, aber man von einigen Sachen besser die Finger gelassen hätte.

Kritiker mögen anmerken, dass Malmsheimers energischer Auftritt auch zu einer Comedysendung passen würde – diesem vorschnellen Urteil sei jedoch entgegnet, dass sich die von Malmsheimer intonierte Geschichte des Wurstbrots auch hervorragend als Parabel auf den Optimierungswahn unserer Zeit deuten lässt. Und spätestens mit diesem Gedanken wird wieder einmal klar, dass Malmsheimers Auftritte nur auf den ersten Blick oberflächlich wirken. Sobald man jedoch die eigenen Gehirnzellen in Aktion versetzt, offenbart sich schnell der wahre Tiefgang der Malmsheimerschen Kabarettkunst.

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