Franz Josef Strauß über Waffenexporte

14. August 2015 23:08
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Es spricht natürlich nicht Franz Josef Strauß persönlich, sondern der bayerische Kabarettist Helmut Schleich. Aber so wie er es tut könnte man glatt meinen, Schleich sei eine Reinkarnation des FJS.

Das Alter Ego des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten ärgert sich über die in Deutschland geführte alberne Diskussion über den potentiellen Einsatz von bewaffneten Drohnen – zu seiner Zeit hat man schließlich noch über den Einsatz von Atomwaffen diskutiert. Wichtig sei zudem auch gar nicht der Einsatz, sondern der Verkauf der Waffen. In diesem Zusammenhang räumt der Kabarettist in seiner (Parade-)Rolle als FJS auch gleich mit dem Gerücht auf, Strauß sei ein Pazifist gewesen.

Und da die Bundeswehr ja eh nur „bedingt abwehrbereit“ sei, empfiehlt Strauß, Waffen besser gleich zu verkaufen, statt sie einzusetzen. Schließlich ist der Waffenbestand der Bundeswehr sowieso nur bedingt einsatztauglich. Beim Anblick des mehr als 40 Jahre alten Flugzeugoldtimers „Transall“ würde der Feind wohl eher auf einen Betriebsausflug des Heeresgeschichtlichen Museums als auf einen ernst gemeinten Kampfeinsatz tippen.

Und nach allerlei unterhaltsamen Vergleichen – die im übrigen tatsächlich so klingen als entstammen sie direkt der Feder bzw. dem Mund von Franz Josef Strauß – gelingt Helmut Schleich noch eine überaus zynische Erklärung für den bereits mehr als 70 Jahre andauernden Frieden in Europa: Man hat erkannt, dass es viel lukrativer sei unsere Waffen zu exportieren, als sie selbst einzusetzen!

Der kurze Videoausschnitt ist übrigens der Fernsehsendung „SchleichFernsehen“ (BR Bayerisches Fernsehen) vom Juli 2014 entnommen.

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