„Django Asül“ von Peter Schmenger - Eigenes Werk.

„Django Asül“
(Foto: Peter Schmenger, Quelle: Wikipedia)

Uğur Bağışlayıcı, besser bekannt unter dem Namen Django Asül, wurde am 19. April 1972 in Deggendorf geboren. Nach dem Abitur machte Asül eine Banklehre, als begeisterter und durchaus talentierter Tennisspieler absolvierte er jedoch kurz danach die Ausbildung zum Tennislehrer. Im Verlaufe der nächsten Jahre arbeitete er dann auch als Tennislehrer und Stadionsprecher beim Münchner ATP-Turnier, und spielte zeitweise sogar selbst in der Zweite Bundesliga.

Die Reise nach Berlin

Im Rahmen eines Berlin-Aufenthaltes besuchte er 1995 ein Programm des Kabarettisten Matthias Beltz. Asül war dermaßen vom Kabarett begeistert, dass er bereits ein Jahr später erste Auftritte absolvierte. Bereits 1996 nahm er an verschiedenen Nachwuchs-Wettbewerben in München teil und wurde schlussendlich auch von einigen Kleinstkunstbühnen engagiert. Damals noch als Geheimtip gehandelt, wurde das Privatfernsehen auf ihn aufmerksam – Auftritte im „Quatsch Comedy Club“, bei Rudi Carells „7 Tage 7 Köpfe“ oder in der „Harald-Schmidt-Show“ waren die Folge.

2007 wurde Asül als Bruno Jonas-Nachfolger bestimmt; er sollte dabei die traditionsreiche Fastenpredigt beim Starkbieranstich in der Paulaner-Brauerei auf dem Nockherberg abhalten. Dieses Gastspiel blieb bei einem einmaligen Auftritt; Paulaner entschied sich bei einer traditionellen Figur zu bleiben. Insgeheim wurde jedoch vermutet, dass Asül mit seinem Programm „zu hart“ für die anwesenden Gäste gewesen wäre. Asül tritt nun seit dem Jahr 2008 beim traditionellen Maibock-Anstich auf; jene Veranstaltung wird im Münchner Hofbräuhaus abgehalten.

Mit seinen Soloprogrammen „Hämokratie“, „Autark“ und „Hardliner“ konnte er erste große Bühnenerfolge feiern; jene Programme waren es auch, welche in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit sorgten. In den vergangenen Jahren trat er mit den „Fragil“ und „Paradigma“ auf, zudem begeistert er mit verschiedenen, immer aktuell gehaltenen und an den jeweiligen Auftrittsort angepassten Jahresrückblicken.

Der deutsche Kabarettist mit türkischen Wurzeln

Django Asül war einer der ersten deutschen Kabarettisten mit türkischen Wurzeln. Aus diesem Grund wurde auch „Djangos Reise – Asül bei den Türken“ Jahr 2007 gedreht. Diese satirische Dokumentation gab einen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten der Istanbuler und der Berliner Türken. Im selben Jahr war Django Asül in einer „Tatort“-Folge zu sehen; in dem Fernsehfilm „Hanna und die Bankräuber“ übernahm er die Rolle eines Polizisten. Ende 2010 trat er das erste Mal am 19. Arosa Humor-Festival. Heute tritt Django Asül vorwiegend im TV auf. Schlussendlich konnte er bereits im „Quatsch Comedy Club“, „7 Tage 7 Köpfe“ oder auch in der „Harald Schmidt Show“ Erfahrungen sammeln. Doch auch wenn Asül vorwiegend vor der Kamera zu sehen ist, blieb er dem Kabarett treu. Im Regelfall präsentiert er alle zwei bis drei Jahre ein neues Programm, mit welchem er auf Tour geht.

Django Asül – der Botschafter

Im Jahr 2011 gab Django Asül seinen türkischen Pass zurück; seit dem Jahr 2004 ist er „Botschafter von Niederbayern“.


 

Videos:

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Porträt Django Asül

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